Traditionell kommt Fasten in vielen Kulturen und Religionen vor. In manchen Ländern wird vierzig Tage vor Weihnachten gefastet. Hierzulande ist es gängig, vierzig Tage vor Ostern die Fastenzeit zu zelebrieren. Früher wurde das als Bußzeit bezeichnet und war mit Verzicht auf Genussmittel, tierischer Produkte oder Süßigkeiten verbunden. Damals wurde aus religiösen Gründen gefastet, heute ist Fasten aber aus gesundheitlicher Sicht interessant. Bekannt sind hauptsächlich Heil- und Intervallfasten. Allerdings ist es wichtig nicht bei Untergewicht, in der Schwangerschaft oder bei Krankheiten zu fasten. Es belastet den Körper und könnte dann möglicherweise mehr schaden als nutzen. Daher bei Vorerkrankungen stets mit einem Arzt oder einer Ärztin sprechen.
Das passiert beim Fasten im Körper Das Intervallfasten lässt sich in den Alltag integrieren und dauerhaft beibehalten. Dabei wird etwa 16 Stunden am Tag gefastet und in einem Zeitfenster von 8 Stunden gegessen. Beim Heilfasten werden für eine bestimmte Zeit fast gar keine Kalorien zu sich genommen. Fasten kann grundsätzlich die Gesundheit stärken und unterschiedliche Beschwerden lindern. Möglicherweise schützt regelmäßiges Fasten sogar vor der Entstehung von Krebs. Vorsicht ist geboten, wenn Abnehmen das vorrangige Ziel ist. Denn nur mit einer anschließenden Ernährungsumstellung lässt sich das verlorene Gewicht auch halten. Dabei ist eine ausgewogene, hauptsächlich auf Pflanzen basierende Ernährungsweise besonders effektiv. Wer nach dem Fasten so isst wie vorher, wird vom Jo-Jo-Effekt heimgesucht. Das Fasten ist gut für den Stoffwechsel. Weil sich der Körper beim Fasten das Verdauen spart, kann er sich auf die Autophagie konzentrieren. Dabei werden defekte Zellen recycelt und der Zellmüll entsorgt. Zur Unterstützung finden sich in der Apotheke unterschiedliche Produkte, die das Fasten erleichtern.